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Anträge in der Gemeindevertretung im Februar 2004 Gemeindevertretung
Dallgow-Döberitz CDU-FDP-Fraktion Wolfgang Gall -
Fraktionsvorsitzender -
5.2.2004
Betr.
Verkehrsinfrastruktur Antrag Die Gemeindevertretung möge beschließen: Die Verwaltung legt innerhalb der sechs Monate der
Gemeindevertretung ein fünf Jahres-Programm zur Schaffung einer
zeitgemäßen und sicheren technischen Infrastruktur (Straßenausbau,
Anlegung und Ausbau von Geh- und Radwegen und der Erneuerung bzw.
Errichtung einer Straßenbeleuchtung) im gesamten Gemeindegebiet zur
Beratung und anschließenden Beschlussfassung vor. Begründung: Die Verkehrsinfrastruktur in der Gemeinde ist in weiten
Teilen noch in einem erheblichen Umfang erneuerungsbedürftig
(besonders im Ortsteil Dallgow-Döberitz). Bedauerlicherweise ist
die Straßeninfrastruktur nicht in dem von uns gewünschten und
nachdrücklich geforderten Umfang mit der Verlegung der
Abwasserkanalisation erneuert worden. Dadurch ist den Grundstückseigentümer
und der Gemeinde ein finanzieller Schaden entstanden, weil
Synergieeffekte nicht genutzt worden sind. Der gegen die Stimmen der CDU-Fraktion in der vergangenen
Wahlperiode zustande gekommene Grundsatz (Beschluss: 137/09/99),
den Ausbau von Anliegerstraßen von der Zustimmung einzelner
Anwohner abhängig zu machen, hat sich nicht bewährt. Mit
dieser Festlegung hat sich die Gemeindevertretung selbst beschränkt
und dabei Einzelinteressen mehr Geltung verschafft, als dem
Gemeinwohl. Diese Erkenntnis hat sich in der vergangenen
Legislaturperiode zum Schluss immer mehr durchgesetzt. Der Beschluss
über den Ausbau der Breite Str. trägt diesem
„Erkenntnisgewinn“ einzelner Fraktionen Rechnung. Wir stehen nun zu Beginn einer neuen Wahlperiode und haben
uns zu entscheiden: Aufbaudynamik oder Stagnation, anders gesagt:
Weiterhin Staub, Schlamm und Dunkelheit oder vernünftige und
sicherer Verhältnisse. Besonders bedauerlich ist, dass wichtige Ausbaumaßnahmen
(Beschluss vom 16.6.1999) bis heute noch nicht verwirklicht worden
sind:
Mit dem Ausbauprogramm Infrastruktur sollen folgende Ziele
erreicht werden: ·
Befestigung
aller Straßen, Aus- und Neubau von Gehwegen, Erneuerung und
laufende Unterhaltung der Straßenbeleuchtung ·
Einsparung
von Instandhaltungskosten mit ohnehin geringen bzw. nicht
nachhaltigen Erfolg (z.B. Glätten von Sandpisten) ·
Aufwertung
der Wohnqualität, Verschönerung des Ortsbildes ·
Erhöhung
der Verkehrssicherheit ·
Sicherstellung
einer ordentlichen Straßenentwässerung (Oberflächenwasser) ·
Erhöhung
der objektiven Sicherheit und des Sicherheitsempfinden der Bevölkerung,
z.B. durch ordentliche Straßenbeleuchtung ·
Das
Ausbauprogramm schafft mittelfristig Planungs- und
Investitionssicherheit für die Gemeinde und die betragspflichtigen
Grundstückseigentümer (Ansparmöglichkeit) ·
Vorausschauende
Beantragung von Fördermittel möglich ·
Keine
Beliebigkeit einzelner Ausbaumaßnahmen durch Zufallsmehrheiten ·
Investitionsprogramm
für die Bauwirtschaft (wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische
Verantwortung der Gemeinde) Wir halten viel davon, die Anlieger an der Planung zu
beteiligen. Die Entscheidung muss allerdings der Gemeindevertretung
vorbehalten sein. Wie die Erfahrung lehrt, findet der Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur nur in den wenigsten Fällen die Zustimmung
aller beitragspflichtigen Grundstückseigentümer. Deshalb ich
auch der Versucht gescheitet, mit den Anwohnern auf freiwilliger
Basis einen vereinfachten Straßenausbau zu vereinbaren. Mithin ist
die Gemeindevertretung als Organ der kommunalen Selbstverwaltung
gefordert, die notwendigen Beschlüsse zu treffen. Die Delegation
der Entscheidung auf die betroffenen Grundstückseigentümer ist mit
Blick auf die Gemeinwohlinteressen der falsche Weg. Mit dem auf fünf Jahre angelegen Ausbauprogramm schafft für
die Gemeindeverwaltung den Grundstock für eine mittelfristig
angelegte ·
Finanz-
und Investitionsplanung ·
Ablauf-
und Personalorganisation ·
Fördermitteleinsatz
(Beantragung, Akquisition), z.B. Schulwegsicherung, Ausbau der
Hauptstraße, Radwegverbindungen von Dallgow und Seeburg nach Berlin
etc. Bei dem Ausbauprogramm sollten folgende Prioritäten gesetzt
werden: ·
Erhöhung
der Verkehrssicherheit (Schulwegsicherheit) ·
Nutzung
von Synergieeffekten (Straßenausbau mit Kanalbau verbinden) Nach unseren Vorstellungen sollte das Ausbauprogramm mit dem
ersten Nachtragshaushalt 2004 beschlossen werden. Wolfgang Gall Fraktionsvorsitzender
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