Bericht aus der
CDU-FDP-Fraktion
Frühjahr 2006
Stelle der Streetworkerin
bewilligt
Die CDU/FDP-Fraktion hatte auf der der letzten
Gemeindevertretersitzung im Januar folgenden Antrag gestellt :
"Die Gemeindevertretung möge beschließen: Die
Gemeinde Dallgow-Döberitz unterstützt wertneutral die
Konzepte der AWO sowie der Sportjugend. Unabhängig davon, wer den
Zuschlag für die PKR-Stelle erhält, sollte bewirkt werden, dass
die z.Z. tätige Streetworkerin Frau Psonka weiter in Dallgow-Döberitz
beschäftigt wird." (Antrag im Wortlaut)
Dieser Antrag wurde mit der Mehrheit der
Stimmen von FWG und SPD abgelehnt und sich auf die Weiterbeschäftigung
von Frau Psonka durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Trägerin
festgelegt. Die Stelle wird vom Kreis mitfinanziert. Unsere Befürchtung,
dass durch die einseitige Festlegung auf nur einen möglichen Träger,
in diesem Falle die AWO, die Stelle möglicherweise nicht genehmigt
werden könne, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.
Wir bleiben dabei, dass der Kreis Havelland mit
seiner Entscheidung, die sogenannten PKR-Stellen einer Ausschreibung
zu unterziehen, den richtigen Weg beschritten hat. Dieses Verfahren
muss auch für die zwei Stellen in Dallgow gelten. Wir lehnen auch
weiterhin eine einseitige Festlegung auf nur einen Maßnahmenträger
ab. Hier muss sich die Mehrheit der Gemeindevertreter fragen
lassen, ob sie an einem Wettbewerb der Konzepte überhaupt
interessiert ist.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Hornhardt
Fraktionsvorsitzender (25.01.06)
Der Grundschulneubau und das leidige Thema
„Sportpark“
Die Gemeinde wächst. Die Bauleistung in den
Neubaugebieten ist enorm. Wer offenen Auges durch den Ort geht, kann
das ständige Wachstum in Neu Döberitz beobachten. Baufeld für
Baufeld wird erschlossen und die Grundstücke in Windeseile
verkauft. Die Beliebtheit von Dallgow und Seeburg freut uns natürlich.
Dieses Wachstum ist seit Jahren so gewollt und vor Jahren in einem
städtebaulichen Vertrag mit der SEND festgeschrieben worden. Mehr
Bauplätze bedeuten mehr junge Familien mit Kindern, die hier
herziehen. Also gibt es gar keine Alternative zu einer Schul- und
Horterweiterung.
Darauf hat die CDU seit geraumer Zeit
hingewiesen, übrigens im Gegensatz zu anderen Fraktionen, die noch
vor knapp einem Jahr lieber eine gigantische Sportanlage zur Planung
ausschrieben und ein Planungsbüro beauftragten, welches zunächst
mit angeblich niedrigen Erstellungskosten den Abgeordneten der FWG
und SPD Sand in die Augen streute. FWG und SPD waren denn auch die
treibenden Kräfte zur Planung eines Sportfeldes, das mit den
Vorgaben des Flächennutzungsplanes nicht auskam, so dass dieser
anschließend auch noch geändert werden musste. Eigentlich ein
Skandal, angesichts der leeren Kassen der Gemeinde.
Nach der Auftragsvergabe wurden plötzlich aus 1
Mio. Euro Baukosten für den Sportpark 2,5 Mio. Euro. Ein
Schelm, der Böses dabei denkt.
Wir haben auf der Gemeindevertretung im September eine
schriftliche Anfrage an den Bürgermeister zu diesem Themenbereich
gestellt. Wir wollten wissen, wie viel Geld bereits jetzt in die
Planung des Sportplatzgeländes geflossen ist. Die Antwort liegt nun
vor. Laut Auskunft des Bürgermeisters vom 19.10.05 sind bisher
73.411,17 € in die Planung geflossen, ohne dass auch nur ein
Spatenstich erfolgte.
Doch zurück zum Thema Schule. Der zweite
Schulstandort wurde schon vor Jahren festgelegt. Wie der Neubau
auszusehen hat, ist noch nicht endgültig entschieden. Nur als
Gemeindevertreter müssen wir natürlich Vorsorge betreiben und
Gelder dafür in den kommenden Haushalt einstellen. Hr. Frost hat
als Schulleiter im letzten Sozialausschuss geschildert, welcher
Bedarf vorhanden ist. Wir brauchen eine sinnvolle, preiswerte und
räumlich angepasste Lösung, die nachhaltig den Substanzwert der
Gemeinde steigert. Wer unsinnig Geld für Planungen
herauswirft, die sich sowieso niemals umsetzen lassen und
die Kernaufgaben der Gemeinde vernachlässigt, muss sich
fragen lassen, ob er kommunalpolitische Kompetenz besitzt.
Wir fordern ein Haushaltssicherungskonzept,
das klar aufzeigt, welche Gelder in der Zukunft für die
sachpolitischen und strukturellen Aufgaben der Gemeinde zur Verfügung
stehen. Vor der kommenden Haushaltberatung werden wir dieses Thema
erneut auf die Tagesordnung setzen und hoffen auf die Einsicht der
anderen Fraktionen.
2005
Bericht Herbst 2005
Unser neuer Bürgermeister und seine Mehrheit
in der Gemeindevertretung müssen jetzt ganz kleine Brötchen
backen. Kredite darf Dallgow nur noch aufnehmen, um Altkredite
umzuschulden. Die Kommunalaufsicht hat nämlich gegen den Haushalt
der Gemeinde Einspruch erhoben und ihr dies vorgeschrieben. Sonst hätte
die Gemeinde noch mehr Schulden gemacht.
Das Dach der Turnhalle der Grundschule
„Am Wasserturm“ ist seit seiner Errichtung undicht. Der Bauträger
ist insolvent, die Gemeinde muss für einen Teil der
Sanierungskosten jetzt gerade stehen. Mit viel Glück bekommen wir
50% der Kosten durch eine Bankbürgschaft erstattet.
Die Grundschule muss erweitert werden,
da der Zuzug und die Erschließung neuer Baugebiete voranschreitet.
Wer neuen Baugebieten zustimmt, muss sich auch um die Hauptaufgabe
der Gemeinde kümmern. Dazu gehört für unsere Gemeinde nun einmal
eine ausreichende Versorgung mit Kindergarten-, Hort- und
Grundschulplätzen. Das Geld hierfür fehlt.
Die Brücke über die Bahnlinie in der
Wilmsstraße ist noch nicht bezahlt. Es droht mit Zinsen eine
Millionenforderung durch die DB. Die Prozesse laufen noch vor
Gericht. Aber auch das schaffen wir, denn wir verkaufen ja den
Gewerbepark. Leider schreitet die Vermarktung des Gewerbegebietes in
Dallgow nur langsam voran. Auch dieses Geld fehlt in der Kasse.
Geld, welches aber schon im Haushalt verplant ist.
Und in Seeburg? Das wird wohl nichts mit
dem Golfplatz. Schon damals haben wir von der CDU gesagt,
dass die Auslastung der brandenburgischen Golfplätze rund um Berlin
viel zu gering ist, als dass sich hier ein weiteres Konzept dieser
Größenordnung umsetzen ließe. Noch in der Kommunalwahl 2003
sprachen Vertreter der FWG-Seeburg von bis zu 80 Arbeitsplätzen,
die dabei entstehen könnten. Eine Luftnummer, die jeder, der sich
ein wenig über die Situation der anderen Plätze informierte,
sofort erkennen konnte. Neben Saisonalarbeitskräften arbeiten
i.d.R. nur ca. 10 – 15 Personen dauerhaft bei einem Hotelbetrieb
auf solch einem Platz. Die Fußball-WM bot für den Investor die
letzte Chance, ein solches Projekt zu realisieren. Was nun kommt?
Lassen wir uns überraschen. Hausbau statt Golfplatz im Außenbereich
lehnen wir ab. Die Infrastrukturprobleme werden dadurch noch größer.
Welche rechtlichen Konsequenzen sich aus dem gescheiterten Projekt
ergeben, wir werden es sehen und kritisch begleiten.
Liebe Leserinnen und Leser, wir von der CDU
werden auch weiterhin die Entwicklung beobachten und Sie auf dem
Laufenden halten.
Personalien:
Neuer Vorsitzender der Fraktion
ist ab sofort Michael Hornhardt.
Wolfgang Gall hat sein Amt als
Fraktionsvorsitzender der CDU-FDP-Fraktion niedergelegt. Er wird
sich in Zukunft stärker als Vorsitzender des Sozialausschusses um
dieses Gebiet und sein Mandat als Kreistagsabgeordneter kümmern.
Wir danken ihm herzlich an dieser Stelle für die geleistete Arbeit
in der Fraktion.
Sommer 2005
Die Bürgermeisterwahl in Dallgow liegt nun
hinter uns. Die vergangenen Wochen banden viele Kräfte durch den
Wahlkampf, ohne dass allerdings die Sacharbeit in den Hintergrund
treten musste.
Das Hauptaugenmerk unserer Arbeit in den zurückliegenden Wochen lag
weiterhin auf der Entwicklung eines tragfähigen Konzepts der
Jugendarbeit in der Gemeinde. Schon im Wahlkampf hatte sich anlässlich
unserer Antigrafitti-Aktion am Bahnhof die Gelegenheit
ergeben, mit Dallgower Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Den
Jugendlichen müssen in der Gemeinde sinnvolle Freizeitangebote
gemacht werden. Auch die Entwicklung des zukünftigen Sportplatzgeländes
muss in diesem Zusammenhang diskutiert und die Planung zusammen mit
den Sportvereinen in Dallgow und Seeburg forciert werden. Immer
wieder haben wir die Gruppierung der Freien Wähler und der SPD
darauf hingewiesen, dass die derzeitige Planung vom Umfang und
Ausstattung die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde übersteigt,
aber sowohl in der Gemeindevertretung als auch in den Ausschüssen
sind wir überstimmt worden.
Ein weiterer zentraler Punkt unserer Politik
ist die Entwicklung des zweiten Grundschulstandorts. Nicht
nur die damit zusammenhängenden Fragen der Organisation und
Ausstattung der Schule, sondern auch die Weiterentwicklung der
Arbeit im Hort unter den neu entstehenden Rahmenbedingungen werden
wir mitgestalten.
In der Gemeinde gibt es beim Straßenausbau
immer wieder großen Unmut wegen der fehlenden frühzeitigen Bürgerbeteiligung.
Wir werden in Zukunft darauf achten, dass ein größeres Maß an
Transparenz entsteht, in dem die Anwohner der betroffenen Straßen
rechtzeitig informiert und angehört werden.
Abschließend sei bemerkt, dass durch den
Ausgang der Bürgermeisterwahl sich die Kräfteverhältnisse zu
Gunsten der Gemeinschaft aus SPD und Freien Wählern verändert
haben. Wir werden aus der Opposition heraus die Politik dieser
Gemeindevertretung kritisch und konstruktiv begleiten.
März 2005
Im
vergangenen Monat lag das Hauptaugenmerk unserer Arbeit in
der Gemeindevertretung auf der Planung des Neubaus der zweiten
Grundschule an der Wilmsstraße. Auf unsere Initiative hin,
wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Kosten zu
ermitteln. Der bisherige Grundschulstandort an der Weißdornallee
reicht für die zukünftigen Schülerzahlen nicht mehr aus. Für das
Schuljahr 2005/06 stehen noch die Klassenräume im Flachbau an der
Wilmstraße für einen Filialbetrieb zur Verfügung. Spätestens
2006/07 müssen die bestehenden Kapazitäten in Schule und Hort
erweitert werden. Welche Folgen dies für die von Freien Wählern
und SPD favorisierte, völlig überzogene Sport“park“planung
hat, deren Kosten schon jetzt aus dem Ruder laufen, bleibt
abzuwarten. Deshalb hat unsere Fraktion einen Antrag eingebracht,
der dem Schulausbau oberste Priorität einräumt. Gewiss, wir
brauchen in Dallgow und Seeburg geeignete und zusätzliche Sportflächen,
deshalb darf das Sportparkabenteuer nicht zulasten der Kinder- und
Jugendmannschaften gehen. Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte
und finanzierbare Planung ein. Aber klar ist, der Schulbau geht
vor.
Ein
weiterer Schwerpunkt unserer Aktivitäten war die Stärkung
der Jugendarbeit durch mobile Sozialarbeit („Streetworking“)
Dadurch kann unserer Meinung
nach die Prävention bei der Bekämpfung von Vandalismus, Sachbeschädigung
und Jugendkriminalität gestärkt werden. Die erforderliche
Strafverfolgung bleibt davon unberührt. Die Jugendarbeit ist zu stärken
und nicht zurückzufahren. Neben der Jugendberatung sollten die
Gestaltung von adäquaten Freizeitangeboten und die Zusammenarbeit
mit Schulen, Vereinen, der Polizei und den Eltern im Mittelpunkt
dieser Form der Sozialarbeit stehen.
In
Seeburg führten wir eine sehr erfolgreich Unterschriftenaktion
für Einführung von DSL auch in den von der Telekom
nichterschlossenen Wohngebieten durch. Mehr als 150 Personen
unterschrieben. Die Unterschriftenliste soll auf der Märzsitzung
dem Bürgermeister, mit der Bitte bei der Telekom zu intervenieren,
übergeben werden.
Personalien:
Wolfgang Gall wird als Spitzenkandidat von CDU und FDP
bei der kommenden Bürgermeisterwahl im April antreten.
(Text: Hornhardt)
Die CDU/FDP-Fraktion blickt auf ein
erfolgreiches Jahr 2004 zurück
Die Arbeit unserer Fraktion war im
vergangenen Jahr von vielen Einzelthemen bestimmt. Im Zentrum
unserer Arbeit stand die Verbesserung der kommunalen Strukturen und
des Lebensumfeldes unserer Mitbürgerinnen und Bürger. So legte
die Fraktion ein besonderes Gewicht auf die Bedarfsplanung für
die soziale Infrastruktur im Ort. Die Verwaltung wurde aufgefordert,
der Gemeindevertretung Bericht zur Einschätzung des künftigen
Bedarfs an sozialer Infrastruktur (Grundschule, Kindergarten- und
Hortplätze) zu erstatten. Die Fragen, die sich daraus ergaben, ab
wann ein zweiter Schulstandort benötigt wird und ob die Hort- und
Kindergartenplätze ausreichen, konnten im Herbst beantwortet
werden, so dass es im Sommer diesen Jahres zur Eröffnung einer
Grundschulaußenstelle am Hort in der Wilmsstraße kommt.
Ein Thema, dass uns seit langem am Herzen
liegt ist der Vandalismus. Um die Sachbeschädigungen durch
Graffiti einzudämmen wurde in der Gemeindevertretersitzung im
Dezember mit großer Mehrheit die Verwaltung beauftragt, darauf
hinzuwirken, dass die Arbeit mit der Polizei aktiviert und die
Pressearbeit verstärkt wird, um die Schäden in der Öffentlichkeit
darzustellen. Wir hoffen, dass durch die verstärkte Pressearbeit in
der Bevölkerung ein Bewusstsein entsteht, gegen diese Auswüchse
vorzugehen. Zu dem Thema wurde in der Gemeindevertretung am 19.
Januar eine Satzung verabschiedet, die Folgen für die Sprayer in
Aussicht stellt und ein solches Verhalten ahnden wird.
Wir beabsichtigen einen Arbeitskreis
einzurichten, der sich mit der Wahrung der Identität Seeburgs in
der Gesamtgemeinde beschäftigt und zu dem wir Unternehmer, die
Feuerwehr, interessierte Bürgerinnen und Bürger und die Vereine
einladen werden.
Die CDU/FDP-Fraktion hat sich darüber
hinaus mit vielen weiteren Themen wie dem Straßenausbau, dem
Sportplatz u.v.a. beschäftigt, die wir hier aus Platzgründen
leider nicht aufzählen können.
(Text: Hornhardt)
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