Dallgow
bekennt sich zum zweiten Grundschulstandort
Klausurtagung
der Gemeindevertretung zur sozialen Infrastruktur
mit
greifbaren Ergebnissen
In Dallgow-Döberitz wird es in der Schule
eng. Der anhaltende Zuzug nach Dallgow und die Eingemeindung
Seeburgs haben die Gemeindevertreter und die Verwaltung
veranlasst, sich am 27.10.2004 intensiv mit der sozialen
Infrastruktur der Gemeinde zu befassen. Die Klausurtagung geht auf
eine Initiative der CDU/FDP-Fraktion aus dem Frühjahr zurück.
Gegen den Willen der CDU/FDP-Fraktion fand die Zusammenkunft
hinter geschlossenen Türen statt. Einige
SPD- und FWG-Politiker sind offensichtlich nicht bereit,
vor der Öffentlichkeit die Situation klar zu benennen. Die CDU
steht jedenfalls für eine transparente Gemeindepolitik.
Nach der Auswertung verschiedener
Berechnungen gehen wir davon aus, dass die Bevölkerung in den nächsten
zehn Jahren um jährlich 200 – 250 Personen ansteigen wird. Vor
diesem Hintergrund bleibt die soziale Infrastruktur auch weiterhin
Handlungsschwerpunkt für die Gemeinde. Man kam deshalb überein,
die Klausurtagung jährlich zu wiederholen, um die notwendigen
Entscheidungen rechtzeitig zu treffen. Es geht auch in Zukunft
darum, für die Kinder qualitativ hochwertige Bildungs- und
Freizeitangebote zu schaffen und die Familien zu unterstützen,
damit Dallgow-Döberitz eine familienfreundliche Gemeinde ist und
bleibt!
Allerdings, das stellte die Gemeindekämmerin
klar, die finanzielle Lage der Gemeinde lässt kaum Spielräume.
Die Schuldenlast drückt! Ab dem kommenden Jahr muss die Gemeinde
die Schulden für die neue Grundschule zurückzahlen (bisher kamen
Investoren dafür auf). Hinzu kommen nicht unbeträchtlichen
Kredite, die die Gemeinde Seeburg in das gemeinsame Budget mit
eingebracht hat. Allen verantwortlichen Gemeindepolitikern ist
daher bewusst, dass neue Kredite weder haushaltsrechtlich
genehmigungsfähig noch verantwortlich sind. Insofern standen die
Schuldenmacher bei Teilen der SPD und FWG ziemlich alleine da.
Fazit: Die nötigen Investitionen muss die Gemeinde selbst
erwirtschaften, z.B. durch drastische Einsparungen bei den
konsumtiven Aufgaben (Verwaltung, freiwillige Aufgaben) und durch
Grundstücksverkäufe. Allen ist in diesem Zusammenhang auch
bewusst, dass die Gemeinde alle Anstrengungen unternehmen muss,
den Artilleriepark schnellst möglich zu vermarkten.
Aber zurück zu den einzelnen Einrichtungen:
Kinderbetreuung bis zur Einschulung
Durch die Ausweitung von Kindergartenplätzen
in drei Einrichtungen und einer stärkeren Inanspruchnahme von
Tagesmüttern (Kinder von 0-3 Jahren) dürfte jedes Kind einen
liebevollen Betreuungsplatz finden. Ein Kita-Neubau ist derzeit
nicht notwendig. Für einen Neubau stünden mehrere Standorte zur
Verfügung. Die Finanzierung wäre zum Teil durch Investorenbeiträge
sichergestellt.
Grundschule und Hort
Durch die Änderung des Schulgesetztes werden
dieses Jahr gleich fünf erste Klassen eingeschult. Unabhängig
davon, reicht die dreizügige Grundschule in Neu-Döberitz schon
heute nicht mehr aus. In den kommenden zehn Jahren ist von einem
4-5 zügigen Bedarf für etwa 700 Schulkinder auszugehen. Die
Idee, am Standort der Grundschule weitere Container aufzustellen
oder sogar einen Anbau dort zu errichten, fand wenig Zustimmung:
Die Gemeinde verfügt über kein Grundstück (Grundstückskosten
rd. 500 T€), die Turnhalle wäre zu klein, eine Grundschule mit
weit mehr als 450 Schülerinnen und Schülern gilt als
„Schulfabrik“ und wäre aus pädagogischer Sicht abzulehnen.
Deshalb hat die Mehrheit die
Grundlagenplanung aus der vorletzten Wahlperiode bekräftigt, an
der Wilmsstraße einen zweiten Grundschulstandort auszubauen. Mit
dem Umzug des Gymnasiums in den Neubau in der Marie-Curie-Str.
besteht die Gelegenheit, den bisherigen komplett eingerichteten
Gymnasialschulstandort neben dem Hort mit der in Wurfweite
liegenden Sporthalle für eine Erweiterung der Grundschule zu
nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Gemeinde verfügt über
jede Menge Gemeindeland, die Turnhalle wurde in den vergangenen
Jahren renoviert, die Nähe zum Hort bietet kurze Wege vor allem für
die Jüngsten, keine Schulfabrik und kürzere Schulwege für
Kinder im „alten“ Gemeindegebiet.
Der Schulleiter der Grundschule, der auch auf
der Klausurtagung anwesend war, wie auch die überwiegende
Mehrheit der anderen Gemeindevertreter konnten dieser Konzeption
zustimmen. Die Arbeit im vorhandenen Hort an der Wilmsstraße soll
umgestaltet werden, so dass in teilweiser offener Gruppenarbeit
alle künftigen Hortkinder betreut werden können. Für zusätzliche
Gruppenräume ist auf dem Gelände Platz. Dazu hat das Bauamt
bereits Angebote für flexibel nutzbare Raummodule (nicht einfache
Container) eingeholt, die einem „festen“ Baukörper absolut
ebenwürdig sind.
Mit Blick auf die zu erwartenden Schülerzahlen
setzt sich die CDU dafür ein, die demographische Entwicklung in
der Gemeinde genau zu beobachten und den zweiten Schulstandort
bedarfsgerecht zu entwickeln.
Die Planung des zukünftigen Schülertransports
und der Essensversorgung werden Gegenstand der nächsten
Sozialausschusssitzung am 29.11.04 sein. Die „Bedenken“, mit
denen der Gesamtelternvertreter wider besseres Wissen weiterhin
die Elternschaft verunsichert, sind als Stimmungsmache entlarvt:
Selbstverständlich wird die Schulspeisung und der Schülerverkehr
gewährleistet. Die beiden Standorte liegen auf einer Busroute und
Bushaltestellen sind vorhanden. Mit der Schulspeisung wird eine
Caterer beauftragt. Außerdem ist im Hort eine komplett
eingerichtete Küche vorhanden.
Jugendclub Seestraße
In der Gemeindevertretung besteht darüber
Einvernehmen, an dem Standort Seestraße für den Jugendclub in
den nächsten Jahren festzuhalten.
Seniorenarbeit
Der Wunsch der Seniorenvereine nach einem
weiteren Begegnungsraum in unserer Gemeinde wird erfüllt. Der Bürgermeister
will den Senioren dazu den großen Tagungsraum (mit Küche) im
Feuerwehrgebäude zur Verfügung stellen. Der Vorschlag fand großen
Anklang bei den Gemeindevertretern. Bleibt nur noch den Senioren,
gesellige und vergnügliche Stunden zu wünschen.
Bibliothek
Auch bei der Bibliothek ist dem Bürgermeister
der Durchbruch gelungen. Aufgrund der enormen Traglast der Bücher
bestehen ganz besondere Anforderungen an die Statik. Durch den
geplanten Umzug der Jugendberatungsstelle „Info-Point“ der
Caritas in das Johanneshaus, stehen jetzt endlich Räume für die
Gemeindebibliothek zur Verfügung. Nachdem mittlerweile auch zwei
Ehrenamtliche für den Bibliotheksbetrieb sich gemeldet haben,
steht einer baldigen Eröffnung nichts mehr im Wege.
Fazit: Die Bevölkerung wächst, die
Finanzen sind knapp und dennoch kommt die Gemeinde ihrer
Verantwortung für die soziale Infrastruktur nach. Sicherlich, es
gibt immer wieder Abstriche und alle Wünsche können nicht in Erfüllung
gehen. Aber die durchwegs gute und konstruktive Beratung, parteiübergreifend
mit der Mehrzahl der Gemeindevertreter und der Verwaltung stimmt
hoffnungsfroh.
Als Interessensvertretung für die Familien
bleibt die CDU auch in Zukunft an den Themen Kinderbetreuung,
Schule, Hort, Jugendarbeit, Senioren, Kultur und Sport dran. Uns
sind diese Themen sehr wichtig. Diskutieren Sie mit uns. Als
Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung: Wolfgang Gall (Tel.
03322-238158), Michael Hornhardt (Tel. 033201-43258 ) und
Matthias Scholz.
Wolfgang Gall
Michael Hornhardt
CDU Dallgow-Döberitz/Seeburg